Der Ideenreichtum mancher Erfinder kennt keine Grenzen. Für viele Tüftler sind Funktionalität und Nutzen die obersten Gebote, um ihre Idee in ein Produkt umzuwandeln. Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter bietet genügend Anschauungsmaterial. Das erfolgreich abgeschlossene Projekt Beam ist ein weiteres Beispiel.

Beamer für handelsüblich Lampenfassungen

Beam ist ein kleiner Projektor, der sich in eine Glühbirnenfassung schrauben lässt und so mit Strom versorgt wird. Das Gadget ist mit E26/E27-Fassungen kompatibel. Damit Beam Bilder oder Videos an die Wand projiziert, wird er per WLAN mit einem Smartphone, Tablet oder Notebook angesteuert. Der Beamer unterstützt laut Entwicklerteam zudem Airplay für Apple-Gadgets und Miracast, um sich beispielsweise mit kompatiblen Android-Geräten zu verbinden.

Im Inneren des Projektors arbeitet ein kleiner Rechner mit 1,3 Gigahertz (GHz) Taktrate und acht Gigabyte (GB) Speicher. Die Projektion erfolgt über einen Pico Projektor, der eine Auflösung von 854 mal 480 Pixel bietet. Die Leuchtkraft liegt bei beschaulichen 100 Lumen. Damit ist Beam lediglich für stark abgedunkelte Räume geeignet.

Weitere Kickstarter-Projekte

Damit das Gadget nicht aus der Lampenfassung geschraubt werden muss, wenn es nicht benutzt wird, hat Beam zwölf LEDs integriert, die für Licht sorgen. Möchte man den Projektor nicht in seine Schreibtischlampe schrauben, lässt sich das mitgelieferte Kabel samt Lampenfassung verwenden, um Beam auf den Schreibtisch zu legen. Schließlich bietet der kleine Beamer Bluetooth-Konnektivität, so dass sich zum Beispiel Kopfhörer oder Lautsprecher mit Beam verbinden lassen.

E-Mails oder Tweets an die Wand projizieren

Ein besonderes Feature von Beam ist, dass sich der Projektor über den Service IFTTT ereignisgesteuert aktivieren lässt. So kann man zum Beispiel frisch gepostete Fotos auf Instagram oder Tweets auf Twitter an die Wand projizieren. Denkbar ist auch, dass Beam eine E-Mail an die Wand projiziert, wenn sie am Mobilgerät oder Computer eingetroffen ist.

Aktuell lässt sich Beam lediglich über die Website der Entwickler oder Kickstarter vorbestellen. Dort wurde das Projekt am 24. März von 1.973 Crowdfundern mit fast 760.000 US-Dollar erfolgreich finanziert. Die ersten Beamer sollen ab November 2015 ausgeliefert werden.