Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert waren die Korsaren berüchtigt für ihre Beutezüge im Mittelmeer und Atlantik. Glaubt man den Quellen, dann erstreckten sich ihre Überfälle bis auf englische und irische Küstenstädte. Ihren Niedergang läuteten im 19. Jahrhundert die Seemächte England, Frankreich und USA ein. Ihr Name ist jedoch bis heute überliefert und wurde etwa vom Speicherspezialisten Corsair (englisch für Korsaren) übernommen.

Das US-Unternehmen hat allerdings wenig mit seinen Namenspaten gemein, wenn auch ihr Logo an ein Segelschiff erinnert. Ursprünglich spezialisierte sich die Firma auf Hochleistungs-Arbeitsspeicher, erweiterten in den vergangenen Jahren aber peu à peu das Produktportfolio. Das neueste Ergebnis dieser „Diversifizierung“ ist die kabellose Festplatte Voyager Air.

Das Gadget ist mit einer maximalen Kapazität von einem Terrabyte ausgestattet. Der Strom kommt vom integrierten Akku, der laut Corsair für bis zu sieben Stunden Videostreaming ausreicht. Als Verbindungsmöglichkeit eignen sich Wifi, Ethernet und USB. Da die Festplatte etwa über das heimische WLAN (802.11n/b/g) funktioniert, können die gespeicherten Medien von mehreren Nutzern gleichzeitig geteilt werden.

Ein Einsatzszenario ist außerdem die Verbindung zu Mobilgeräten, wobei sie mit Android- oder Apple-Geräten kompatibel ist. Möchte man diese Option nutzen, kann man sich die kostenlose App von Corsair herunterladen. Darüber hinaus lässt sich Voyager Air als NAS verwenden, indem man sie per LAN-Kabel an den Router anschließt.

Ausgeliefert wird das Gerät im NFTS-Format für Windows-Rechner. Formatiert man sie in HFS+, kann der Anwender das Gadget auch mit einem Mac etwa als Backup für Time Machine nutzen. Über USB 3.0 lässt sich nach Angaben des Herstellers ein zweistündiger HD-Film in unter 30 Sekunden kopieren.

Die Festplatte soll ab Februar in den Farben schwarz, blau, grün, rot und pink verfügbar sein. Aktuell wird sie noch nicht über Amazon oder den Online-Shop von Corsair verkauft. Die Preisempfehlung für die 500 Gigabyte Festplatte beträgt 180 Dollar (rund 132 Euro). Das Modell mit ein Terrabyte soll 220 Dollar (rund 162 Euro) kosten. Weitere Informationen erhält man auf der Website des Herstellers.

Der Artikel wurde am 05. Februar 2013 auf COMPUTERWOCHE.de publiziert.