Bereits Königin Victoria waren mechanische Geräte bekannt, die dazu dienten, Buchstaben zu einem Satz aneinanderzureihen. Wahrscheinlich ist, dass der Italienier Pellegrino Turri 1808 erstmals eine Maschine baute, mit der die erblindete Gräfin Carolina Fantoni da Fivizzono Briefe schreiben konnte. Die Entwicklung elektronischer Rechner brachte später Eingabegeräte hervor, über die sich Computer steuern und elektronisch Texte schreiben lassen.

Als optische Reminiszenz an Entwicklungen aus dem 19. Jahrhundert hat der Designer Richard Nagy Tastaturen entworfen, die an Gestaltungsprinzipien des viktorianischen Zeitalters anknüpfen. Die Tasten der Gadgets funktionieren mechanisch. Der Tastaturblock ist im US-amerikanischen ANSI 104-QWERTY-Layout angeordnet. Da jedes Gerät handgefertigt ist, kann man sich auf Nachfrage bei Datamancer auch europäische Varianten zusammensetzen lassen. Die Num Lock-(Nummernblock), Caps Lock-(Umschaltsperre) und Scroll Lock-(Rollen-Taste) Anzeige wird jeweils mit einer LED ausgeleuchtet.

Je nach Modell bestehen die Tastaturen aus Mahagoni, poliertem Aluminium, Messing und Kupfer. Neben acht viktorianischen Varianten hat der Entwickler auch andere außergewöhnliche gestaltete Keyboards im Angebot. So können sich Interessenten beispielsweise eine Tastatur im Gothic-, Art Deco- oder Industrie-Look bestellen. Eine Übersicht der verschiedenen Modelle findet sich auf der Etsy Website oder auf der Website von Datamancer. Auf dieser werden zudem weitere außergewöhnliche Gadgets, wie viktorianische Laptops (siehe Video) und Desktop-Rechner, angeboten.

Letztlich sind die Gadgets aber nicht gerade billig. So kostet das Modell „Vicar“ im viktorianischen Design rund 357 Euro. Die Tastatur „Aviator“ aus Aluminium wird für rund 693 Euro verkauft. Wer es noch etwas teurer möchte, kann sich bei Datamancer auch das Modell „Alchemist Keyboard“ aus verschiedenen Materialien, Farben und Typografien zusammenstellen. Die Kosten hierfür werden mit 1300 US-Dollar (rund 1000 Euro) angegeben.

Der Artikel wurde am 14. März 2013 auf COMPUTERWOCHE.de publiziert.