Die Vita von Hind Hobeika wirkt zielstrebig. Im Jahr 2006 begann sie ein Maschinenbau-Studium an der American University of Beirut. Während dieser Zeit absolvierte sie Praktika bei Air Liquide und Procter & Gamble. Schließlich konnte sie sich gegen 7000 Bewerbern bei der der pan-arabischen Show Stars of Science durchsetzen, in der junge Unternehmer und Entwickler eigene Ideen vorstellen.

Show verändert ihr Leben

Hobeika präsentierte eine Schwimmbrille, die Pulsdaten des Sportlers misst und anzeigt. „Die Teilnahme an Stars of Science war für mich eine Erfahrung, die mein Leben veränderte“, schreibt die Ingenieurin heute auf ihrer Website. Der Antrieb für das Projekt waren 15 Jahre Schwimmtraining, bei denen sie merkte, dass es keine praktischen Fitnesstracker für die Sportart gibt. Also schmiss sie ihren Job hin und gründete das Startup Butterfleye. Seitdem widmet sie sich zusammen mit Mitstreitern der Entwicklung von Instabeat. Bis 17. Juni wird das Head-Up-Display (HUD) auf Indiegogo gefördert.

Instabeat erinnert im ersten Moment an bereits bekannte Geräte. Allerdings ist es für die speziellen Bedürfnisse von Wassersportlern abgestimmt und zeigt ein einfaches Feedback. Insgesamt misst das Gadget die drei Werte Fettverbrennung (Blau), Fitness (Grün) und maximale Leistung (Rot). Jede Farbe hat drei Stufen: Je nachdem, ob sich der Sportler gerade am unteren, mittleren oder oberen Limit seiner Leistungsdaten bewegt, blinkt ein anderes LED.

Messung an der Schläfe

Das HUD soll laut Entwicklungsteam so gebaut sein, dass sie sich an fast alle Kopfformen anpasst. Im Gerät befindet sich ein Sensor, der den Puls an der Schläfe misst. Ein zusätzlicher Brustgurt oder anderes Zubehör soll nicht nötig sein. Ein Einschaltknopf ist ebenfalls nicht vorhanden, da das Gadget direkt nach dem Überstreifen beginnt, die Werte zu messen. Der eingebaute Akku soll bis zu acht Stunden halten und wird etwa am Notebook über ein USB-Kabel aufgeladen.

Schließlich registriert Instabeat die geschwommenen Bahnen beziehungsweise Wenden und schätzt die Kalorienverbrennung. Die gesammelten Daten kann man anschließend mit der zugehörigen Software auf einem Computer synchronisieren. Mit Hilfe eines Dashboards werden die Informationen grafisch aufgearbeitet.

Projekt endet am 17. Juni

Aktuell steht das Projekt auf Indiegogo bei 23.000 US-Dollar (rund 17.500 Euro) und wird noch bis zum 17. Juni gefördert (Anmerkung: das Projekt wurde insgesamt mit rund 56.000 US-Dollar erfolgreich finanziert). Das Ziel von Hind Hobeika und ihren Mitstreitern ist 35.000 US-Dollar (rund 26.600 Euro). Die „Early Bird“-Variante von Instabeat ist für 139 US-Dollar (rund 106 Euro) erhältlich. Für 199 US-Dollar (rund 151 Euro) lässt sich zudem eine individuelle Farbe auswählen. Das geschätzte Lieferdatum ist Oktober. Falls sich genug Unterstützer finden und die 100.000 US-Dollar Marke geknackt wird, soll das Gadget zusätzlich mit Bluetooth ausgerüstet werden. Weitere Informationen erhalten Interessierte neben Indiegogo auf der Website von Instabeat.

Der Artikel wurde am 03. Mai 2013 auf COMPUTERWOCHE.de publiziert.