Im Jahr 1990 gründeten die drei Mitarbeiter des MIT (Massachusetts Institute of Technology), Rod Brooks, Colin Angle und Helen Greiner, iRobot. Ihr Ziel: Robotersollten den Alltag revolutionieren. Zunächst entwickelten sie aber Roboter für die Erforschung des Weltalls. Später folgten Maschinen zur Bergung von Menschen und für die Entschärfung von Bomben. So verwenden die US-Streitkräfte beispielsweise den iRobot 510 Packbot im Irak und Afghanistan.

Roboter für die tägliche Reinigung

Ihr ursprüngliches Ziel verloren die Firmengründer aber nicht aus den Augen. Mittlerweile bietet das Unternehmen Roboter zum Staubsaugen (iRobot Roomba), für Dachrinnen (iRobot Looj 330) und Swimming-Pool reinigen (iRobot Mirra 530) sowie zum Bodenwischen an (iRobot Braava).

Vor allem letzteres dürfte für Häuser mit Laminat und Parkettboden eine interessante und etwas preisgünstigere Alternative zu Staubsaugrobotern sein. Um sich zu orientieren, wird das Gadget mit einem würfelförmigen Navigationsgerät geliefert. Diese funktioniert zusammen mit dem sogenannten NorthStar Navigationssystem. Auf der Vorderseite befindet sich ein magnetisches Pad, an dem ein Mehrweg- oder Einwegtuch befestigt werden kann. Dabei wischt der iRobot Braava den Boden entweder trocken oder feucht. Für beide Putzarten wird jeweils ein Mikrofasertuch mitgeliefert.

Zwei Modelle verfügbar

Im Trockenmodus soll das Gadget 74 Quadratmeter in drei Stunden schaffen. Die feuchte Reinigung dauert zwei Stunden, allerdings werden lediglich 24 Quadratmeter in dieser Zeit gereinigt. Die Energie zum Wischen kommt aus einemAkku mit 1500 Milli-Ampere-Stunden. Wie lange dieser hält, wird von iRobot nicht mitgeteilt. Die Ladezeit ist dagegen zeitraubend: Zwischen zehn und zwölf Stunden dauert ein Ladevorgang.

Der iRobot Braava ist in zwei Modellen erhältlich. Der Braava 320 bringt die genannten Spezifikationen mit und wird für 184 Euro bei Amazon angeboten. Die Reinigungsleistung des Braava 380 soll etwas üppiger sein: Im Trockenmodus schafft der Roboter 93 Quadratmeter in vier Stunden. Möchte man den Boden feucht reinigen, erreicht er 33 Quadratmeter in 2,5 Stunden. Zudem können bis zu drei Navigations-Cubes für die Reinigung von drei verschiedenen Räumen platziert werden. Die Akkuleistung beträgt 2000 Milli-Ampere-Stunden, wobei das Laden lediglich vier Stunden betragen soll. Für 269 Euro ist das Gadget bei Amazon erhältlich.

Der Artikel wurde am 12. Juni 2013 auf COMPUTERWOCHE.de publiziert.

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