Der Sommer zeigt sich in Deutschland dieses Jahr noch nicht von seiner besten Seite. Viele setzen ihre Hoffnung daher auf eine Reise in exotische oder zumindest warme Ziele, die Sonnenschein und Strand garantieren. Häufig ist das Reisegepäck allerdings ein Ärgernis auf dem Weg in den Urlaub. Die Kickstarter-Kampagne Space Case 1 von Planet Traveler möchte erreichen, dass der Reisekoffer zum besten Freund des Reisenden avanciert.

Gewicht wird an Smartphone-App gesendet

Der smarte Koffer bietet verschiedene Funktionen, die das Herz vieler Reisender höher schlagen lässt. Das beginnt bei der integrierten Waage. Häufig steht man bereits zu Hause vor dem Problem, dass man das Gewicht seines Gepäcks abschätzen muss. Dafür stellt sich der Reisende meist mit dem Koffer auf die Personenwaage. Leider sind die Gewichtswerte in vielen Fällen nicht sehr genau. Space Case 1 löst dieses Problem, in dem an der Unterseite eine Digitalwaage integriert ist, die automatisch das Gewicht misst. Den Wert sendet das Gadget wiederum an eine zugehörige Smartphone-App (Planet Traveler App).

Weitere Kickstarter-Projekte

Neben der integrierten Waage wartet Space Case 1 aber noch mit zahlreichen anderen Funktionen auf. So bietet der Koffer einen Fingerabdrucksensor (TSA-zertifiziert), mit dem er verschlossen und gesichert werden kann. Zusätzlich soll sich das Gadget über die App öffnen und schließen lassen. Ein eingebauter GPS-Sensor ermöglicht wiederum die Nachverfolgung des Koffers, sollte er auf der Reise verloren gehen.

Integrierte Akkus mit 15.000 mAh

Ein weiteres praktisches Feature: Ist der Smartphone- oder Tablet-Akku leer, kann das Mobilgerät am Space Case aufgeladen werden. Hierfür bietet der Koffer zwei USB-Anschlüsse und einen integrierten Stromspeicher mit 15.000 mAh. Der eingebaute Akku besteht im Gegensatz zu konventionellen Powerbanks nicht aus Lithium-, sondern Alkali-Batterien, da Lithium-Ionen-Akkus nicht in aufgegebenen Gepäckstücken erlaubt sind.

Möchte man Abends im Hotelzimmer noch entspannt Musik hören, bietet Space Case 1 auch hierfür eine Lösung: kleine Lautsprecher an der Oberseite ermöglichen die Wiedergabe von Musik, die per Bluetooth an den Koffer gestreamt wird. Schließlich wird der Besitzer über die Planet Traveler App darüber informiert, wenn der Koffer bei der Gepäckausgabe angekommen ist.

Smarter Koffer von Samsonite und Samsung

Das Gadget folgt damit einem Trend, den auch etablierte Koffer- und Elekronikanbieter verfolgen. So tüfteln Samsung und Samsonite aktuell gemeinsam an einem smarten Koffer, dessen Funktionen an Space Case 1 erinnern. Dazu gehören eine eingebaute Waage oder die Generierung eines eindeutigen Identifizierungscodes, mit dem die Gepäckabgabe automatisch ablaufen soll. Man stellt den Koffer nur noch auf das Laufband und der Check-In des Koffers läuft praktisch von allein ab.


Welcher Koffer sich am Ende im Alltag bewährt, dürfte davon abhängen, wie stabil die einzelnen Funktionen sind und ob er regelmäßige Reisen unbeschadet übersteht. Außerdem dürfte der Preis ein entscheidendes Kriterium sein. Hier steht Space Case 1 bei der aktuell noch laufenden Finanzierungsphase auf Kickstarter gar nicht schlecht da. Die günstigste Variante war für 249 US-Dollar zu haben. Leider sind bereits alle Early-Bird-Specials vergriffen. Derzeit lässt sich das Gadget noch für 279 US-Dollar vorbestellen.

Kickstarter-Finanzierung bereits ein Erfolg

Space Case 1 ist in poliertem Schwarz, Silber und Pink erhältlich. Möchte man ein etwas individuelleres Muster, ist der Koffer auch mit den Motiven „Butterfly Fusion“ und „In Love“ von Prado Artwork erhältlich. Je nach Motiv kostet dies zwischen 600 und 800 US-Dollar zusätzlich. Die zugehörige Planet Traveler App soll für Android- und Apple-iOS-Smartphones verfügbar sein.

Weitere Informationen zum Space Case 1 gibt es bei Kickstarter, wo das Projekt noch bis zum 16. Juli läuft oder auf auf der Website von Planet Traveler. Dass der Koffer erfolgreich produziert wird, ist übrigens schon sicher: 894 Unterstützer haben bisher etwas mehr als 365.000 US-Dollar gesammelt – bei einem Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar.