Viele Unternehmen stellen sich ein positives Zeugnis aus, wenn es um die Bewertung der eigenen Führungsfähigkeiten geht. Das Thema steht laut der Studie „HR-Report 2011“ des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) ganz oben auf der Liste der Handlungsfelder des Personalwesens. Daneben schätzen die Befragten die Bindung von Mitarbeitern und die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit als wichtig ein.

70 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen genug Freiräume für die Mitarbeiter gewährt. Rund zwei Drittel sind der Ansicht, ein offenes Ohr für die Belange der Mitarbeiter zu haben. Allerdings weicht das Bild der befragten Unternehmensleitungen von den Antworten der HR-Verantwortlichen ab. „Es gibt, nicht nur beim Thema Führung, eine Diskrepanz zwischen der Bewertung von HR-Führungskräften und dem Topmanagement“, bewertet IBE-Leiterin Jutta Rump das Studienergebnis.

Da die Mitarbeiterbindung und Förderung aus Sicht der Personalverantwortlichen besonders wichtig sind, setzen die befragten Unternehmen auf ein gutes Betriebsklima sowie flexible Arbeitsmodelle. Hier variieren die Möglichkeiten je nach angesprochener Altersgruppe. Etwa 61 Prozent sehen Karriereperspektiven und jeder Zweite Förder- und Entwicklungsprogramme als geeignetes Mittel zur Bindung jüngerer Mitarbeiter an. Demgegenüber betrachtet rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer die Beschäftigungssicherheit und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung als Anreize für ältere Beschäftigte.

Der HR-Report wurde im Auftrag des Personaldienstleister Hays ermittelt. Für die Studie hat das Institut für Beschäftigung und Employability insgesamt 439 Online-Befragungen von Führungskräften aus den Unternehmensleitungen und Personalabteilungen ausgewertet.

Der Artikel wurde am 30. November 2011 auf COMPUTERWOCHE.de publiziert.